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Aufbau eines Waisenzentrums Psycho-soziale Rehabilitierung von jugendlichen Tsunami-Opfern in Killinochchi/ Sri Lanka
Zielgruppe
des Projektes sind 105 Kinder und
Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren aus dem Norden Sri Lankas, vor
allem aus 14 Dörfern der Ostküste im Gebiet zwischen Jaffna und
Trincomalee, die durch die Tsunami-Katastrophe ihre Familien
verloren haben und denen dadurch die Grundlagen zum Überleben und
zur Entwicklung entzogen wurden. Sie sind zurzeit in verschiedenen
Zeltlagern und provisorischen Unterkünften untergebracht, wo sie
aufgrund der Notsituation keine angemess
Ziel des Projekts Oberziel des vorliegenden Projektes ist die medizinische sowie psycho-soziale Betreuung sowie die Sicherstellung einer schulischen und beruflichen Ausbildung für jugendliche Tsunami-Opfer zur Vorbereitung auf ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben und zur Entwicklung einer positiven Zukufntsperspektive. Bau eines Waisenzentrums.
Einzelziele · Für mindestens 105 Kinder und Jugendliche, die ihre Familien durch den Tsunami verloren haben, soll die Sicherung ihrer Grundbedürfnisse erreicht werden, die ihnen eine positive Entwicklung ermöglicht. Sie erhalten Zugang zu einer schulischen Ausbildung und werden bis zum Abschluß einer beruflichen Ausbildung kontinuierlich betreut und auf die Entlassung in die Selbständigkeit vorbereitet. · Mindestens 200 weitere Kinder und Jugendliche erhalten tagsüber eine besondere psychologische Betreuung, um die erlittenen Traumata zu verarbeiten und zu überwinden. · Mindestens 300 Kinder und Jugendliche erhalten Zugang zu einer schulischen Ausbildung. Sie werden durch besondere Förderkurse von mehrmonatiger Dauer – je nach Entwicklungsstand - auf die Wiedereingliederung in öffentliche Schulen vorbereitet. · Mindestens 400 Kinder erhalten pro Tag eine ausgewogene Ernährung. · Durch Bewußtseinsbildungskurse werden Kinder und Jugendliche dazu angeleitet, ihre Rechte wahrzunehmen und aktiv einzufordern.
Projektbericht: Dank der schnellen Hilfe und der großzügigen Spende der Firma DEKRA von 100.000,00 Euro, konnten wir und die Salesianer Don Boscos sofort Nothilfe leisten und über 100 Waisenkinder aus dem Norden umgehend in ihren Häusern im Süden der Insel aufnehmen und versorgen.
Aus den Spenden wurden ein einfaches Klassenraumgebäude errichtet und schulische Förderkurse sowie einfache handwerkliche Kurse aufgenommen. 60 Mädchen und Jungen werden derzeit in Englisch, Nähen, Computer und EDV sowie allgemein bildenden Fächern unterrichtet. Sport hat einen hohen Stellenwert. Chefausbilder ist ein ehemaliger Kindersoldat der LTTE, der nach Gefangennahme durch die Armee den Salesianern übergeben wurde und der in Negombo eine berufliche Ausbildung absolviert hat.
Pater Anthony Pinto aus Sri Lanka berichtet über den Wiederaufbau in den Flutkatastrophengebieten Wie sieht es derzeit an Sri Lankas Küsten aus? Wie kommt der Wiederaufbau voran? Welche Schwierigkeiten gibt's vor Ort? Nach der verheerenden Tsunami-Flutkatastrophe zieht Pater Anthony Pinto eine vorläufige Bilanz. Pater Pinto: „Die Zerstörungen sind immer noch groß. Aber wir kommen Schritt für Schritt vorwärts,“ sagt der Leiter der DON BOSCO- Hilfsprojekte in Sri Lanka. Wie weit ist er damit? „Im Nordosten haben wir Land gekauft, fangen demnächst an zu bauen.“ sagt Pater Pinto. Sein größtes Problem: Die Regierung Sri Lankas ändert ständig die Bauvorschriften. Mal sollen neue Häuser mindestens 100 Meter weit vom Strand entfernt sein, mal 200 Meter. „Und dort wohnen schon Menschen. Die können wir nicht einfach vertreiben.“ Deshalb müssen die Salesianer immer wieder mit den Behörden verhandeln und bauen erst einmal nur dort, wo die Vorschriften eindeutig sind. Sorgen macht sich Pater Pinto um die Waisenkinder. Schätzungen zufolge haben 3000 Kinder durch die Flut ihre Eltern verloren. „Viele leben auf der Straße, sind schutzlos Pädophilen und der tamilischen Befreiungsorganisation LTTE aus-geliefert, die rekrutieren Kindersoldaten als Nachwuchs.“ In seinen Häusern hat er zunächst 60 Kinder aufgenommen. Sie leben dort, werden versorgt und erhalten Schulunterricht.
Baumaßnahmen
Die Anfangsphase
des Projektes gestaltet sich sehr schwierig, da das Projektgebiet in
der von der LTTE kontrollierten Region liegt. Auf dem
Projektgrundstück, das den Salesianern von seiten der Diözese zur
Errichtung eines Friedensprojektes übergeben wurde, siedeln zurzeit
noch drei vom Tsunami betroffene Familien. Diese Familien gehören zu
den Begünstigten eines Hausbauprogramms, das von einer
internationalen NGO in der Region begonnen wurde. Wegen der immer
wieder aufflackernden
Eine Ausschreibung der Baumaßnahmen ist zwischenzeitlich erfolgt. Da aus Sicherheitsgründen keine Firma aus dem Süden bereit war, einen Auftrag im LTTE-Gebiet zu übernehmen, wurden nur Firmen im Norden angeschrieben. Eine Entscheidung über die Auftragsvergabe kann jedoch erst erfolgen, wenn die Grundstücksübertragung erfolgt ist. Laut Mitteilung des lokalen Projektpartners wird damit gerechnet, dass mit den Baumaßnahmen spätestens im Sommer begonnen werden kann.
Der Transport der Baumaterialien wird in jedem Fall sehr aufwändig und kostspielig sein. Alle Materialien müssen zurzeit an der Grenze der beiden politischen Einflussbereiche jeweils vom LKW abgeladen und wieder aufgeladen werden. Möglicherweise werden jedoch die für Mai vorgesehenen neuen Gespräche zwischen Regierung und LTTE zu einer Verbesserung der Situation führen.
Um der Bevölkerung die Präsenz auf dem Projektgrundstück zu dokumentieren, wurde aus Eigenmitteln ein einfacher offener Unterstand mit landesüblicher Dachabdeckung errichtet. Hier werden zurzeit Englischkurse für Kinder und Jugendliche abgehalten, da die Ermöglichung einer sprachlichen Verständigung zwischen den verschiedenen Volksgruppen für den Friedensprozess unabdingbar ist.
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